{"id":507,"date":"2021-01-13T18:36:51","date_gmt":"2021-01-13T17:36:51","guid":{"rendered":"https:\/\/viktorjuliussternbooks.de\/viktorjuliussternbooks.de\/?p=507"},"modified":"2021-01-13T18:36:51","modified_gmt":"2021-01-13T17:36:51","slug":"507-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/viktorjuliussternbooks.de\/viktorjuliussternbooks.de\/507-2\/","title":{"rendered":""},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-size: 14pt;\"><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><b>Auf B\u00fcffelpfaden in den Northern Plains.<\/b><\/span><\/p>\n<p><b>Die letzten B\u00fcffeljagden der Sioux<\/b>.<\/p>\n<p>Auf ihrer verzweifelten Flucht vor wei\u00dfen B\u00fcffelhautj\u00e4gern kam die letzte gro\u00dfe n\u00f6rdliche B\u00fcffelherde \u2013 etwa 100.000 Tiere \u2013 im Herbst 1880 ins s\u00fcd\u00f6stliche Montana nahe Miles City am Zusammenfluss von Tongue und Yellowstone River. Die halbe Herde durchschwamm den Yellowstone River und floh weiter nach Norden \u2013 direkt vor die Gewehrl\u00e4ufe Hunderter wei\u00dfer und indianischer J\u00e4ger. Innerhalb einiger Monate waren alle Bisons dieser Herde erlegt.<\/p>\n<p>Ihr Instinkt f\u00fchrte die andere H\u00e4lfte der Herde \u2013 etwa 50.000 B\u00fcffel \u2013 weiter nach Osten ins Dakota-Territorium, wo sie zwischen den bewaldeten Felst\u00fcrmen und Sandsteinklippen der <i>Slim Buttes<\/i> im Nordwesten der damaligen <i>Great Sioux Reservation<\/i> f\u00fcr einige Zeit Schutz fanden.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Hier hatten am 9. und 10. September 1876 Soldaten der 3. Kavallerie, die zu den 2.000 Mann unter General Crook geh\u00f6rten, die nach den Niederlagen am Rosebud und Little Bighorn die Verfolgung der feindlichen Indianer aufgenommen hatten, ein Dorf der <i>Minneconjous, Brul\u00e9<\/i> und <i>Cheyenne<\/i> unter H\u00e4uptling <i>American Horse<\/i> mit 260 Bewohnern angegriffen und niedergebrannt. Dabei hatten die Soldaten eine Menge Vorr\u00e4te, 5.500 Pfund getrocknetes Fleisch und Fr\u00fcchte, B\u00fcffelroben, Waffen, Munition und einige hundert Pferde erbeutet. Au\u00dferdem Beutegut der Indianer aus der Schlacht am Little Bighorn. Das Gefecht von <i>Slim Butte<\/i> war der erste Sieg der US-Armee im <i>Great Sioux War 1876<\/i>.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><b>Die Gro\u00dfe Jagd am Hiddenwood Creek.<\/b><\/p>\n<p>Als <i>Running Antelope, Long Soldier<\/i> und andere Anf\u00fchrer auf eine Anh\u00f6he ritten, um dort zu warten, bis die anderen J\u00e4ger nachgekommen waren, bot sich ihnen ein Anblick, von dem sie geglaubt hatten, dass sie ihn niemals wieder erleben w\u00fcrden:<\/p>\n<p>Eine riesige B\u00fcffelherde graste friedlich im Tal unter ihnen auf beiden Seiten des Hiddenwood Creek und weiter weg \u00fcber die H\u00fcgel verteilt bis in weite Ferne. Lohfarbige K\u00e4lber jagten sich gegenseitig und spielten miteinander.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Eine Woge der Vorfreude \u00fcberrollte die J\u00e4ger. Seit ihrer Jugend waren sie hier auf B\u00fcffeljagd gegangen nahe der schroffen Klippen, die sie <i>Paha Can Nahma<\/i> (Hiddenwood \u2013 \u00abVerborgener Wald\u00bb) nannten. Seit 15 Jahren hatte es hier keine B\u00fcffel mehr gegeben. Wei\u00dfe J\u00e4ger hatten sie r\u00fccksichtslos immer weiter nach Westen vertrieben. Die meisten Herden waren f\u00fcr immer gegangen, vernichtet wegen ihrer wertvollen H\u00e4ute.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Dann war auf mysteri\u00f6se Weise pl\u00f6tzlich diese Herde von 50.000 B\u00fcffeln erschienen.<\/p>\n<p>In Windeseile verbreitete sich die aufregende Neuigkeit, dass <i>Pte,<\/i> der B\u00fcffel, zur\u00fcckgekehrt sei, um vor seiner vollst\u00e4ndigen Ausrottung noch seine hungernden Br\u00fcder und Schwestern von den Dakota- und Lakota-Sioux mit bitternotwendiger Nahrung, Kleidung, und Behausung zu versorgen. Nun grasten sie hier friedlich, als w\u00e4ren sie niemals weggewesen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Eine gute Jagd schien gewiss \u2013 wenn alles gut ging. Die Aufregung war gro\u00df. Alte M\u00e4nner sprachen Gebete, junge M\u00e4nner k\u00e4mpften darum, ihre Pferde unter Kontrolle zu halten.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>In der Zeit, in der <i>Running Antelope<\/i> und <i>Long Soldier<\/i> den Blick auf die riesige B\u00fcffelherde im Tal des <i>Hiddenwood Creek<\/i> genossen, war eine Jagdgesellschaft von mehr als 2.000 M\u00e4nnern, Frauen und Kindern bereits 100 Meilen \u00fcber die Pr\u00e4rie von Fort Yates am Missouri weggezogen, von wo sie am 10. Juni 1882 aufgebrochen war. Die Kolonne bewegte sich langsam vorw\u00e4rts. Viele waren zu Fu\u00df unterwegs. Einige sa\u00dfen in Wagen, die von Pferden gezogen wurden, oder auf Travois, gezogen von Pferden oder Hunden. 600 Krieger in bester Jagdkleidung ritten auf ihren mit traditioneller Bemalung geschm\u00fcckten Pferden.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><i>James McLaughlin,<\/i> der Indianeragent von Fort Yates, der mit seinem Sohn Harry und vier M\u00e4nnern der Indianerpolizei den Zug begleitete, gibt uns in seinem Buch, \u00abMy Friend the Indian\u00bb, eine farbige Schilderung einer der letzten B\u00fcffeljagden der Sioux:<\/p>\n<p>\u00abDie Ebenen von Dakota hatten seit Jahren keine so pr\u00e4chtige Versammlung dieser Menschen mehr gesehen, wie die, die bei Sonnenaufgang von der Standing Rock Agentur aufbrach. Nach f\u00fcnf Tagen erreichten sie den <i>Cedar River<\/i> 50 Meilen westlich der Fort Yates-Indianeragentur, wo sie ein \u201aCeremonial Camp\u2018 aufschlugen. Sie kampierten in einem gro\u00dfen Tipi-Kreis, der eine \u00d6ffnung nach Westen hatte.\u00bb<\/p>\n<p><i>McLaughlin<\/i> war erst seit Sept. 1881 Indianeragent in Fort Yates und wollte den 6.000 Dakota- und Lakota-Sioux, f\u00fcr die er verantwortlich war, seine Freundschaft und sein Vertrauen in sie demonstrieren. So hatte er den Jagdzug offiziell genehmigt und sogar daf\u00fcr an die Krieger Munition ausgegeben, was normalerweise verboten war. Viele der Sioux in Standing Rock waren erst 1881 mit <i>Sitting Bull<\/i> aus dem kanadischen Exil in die Agentur am Missouri gekommen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>\u00abNun waren hier 2.000 Indianer westlich des Zeltlagers versammelt. Sie sa\u00dfen zusammen im Gras, entsprechend ihrem Rang. Sie bildeten dabei einen Halbmond, der nach Westen ge\u00f6ffnet war. An der S\u00fcdspitze des Halbmondes sa\u00dfen die wichtigen M\u00e4nner, die f\u00fcr die Organisation der Jagd verantwortlich waren: <i>Running Antelope,<\/i> der Jagdf\u00fchrer und prominenter Redner. Daneben <i>Long Soldier<\/i> und <i>Red Horse,<\/i> der sich mit <i>Running Antelope<\/i> die Regie der Jagd teilte.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Ein bemalter Felsen, etwa 25 cm hoch, stand als Altar vor <i>Running Antelope.<\/i> Er versammelte die acht jungen M\u00e4nner, die als Scouts ausgew\u00e4hlt worden waren, um den Altar. Diese jungen M\u00e4nner \u2013 ausgew\u00e4hlt wegen ihres guten Charakters, ihrer Redlichkeit und ihrer Fertigkeit bei der Jagd \u2013 hatten die Aufgabe, vorauszureiten, die B\u00fcffel zu finden und die beste Vorgehensweise festzulegen. Angef\u00fchrt von <i>Crazy Walking<\/i> handelte es sich bei ihnen um die besten jungen M\u00e4nner, die in der Sioux-Nation gefunden werden konnten.<\/p>\n<p><i>Running Antelope<\/i> instruierte die jungen Scouts eindringlich \u00fcber die Bedeutung ihrer Mission, die Notwendigkeit, Vorsicht walten zu lassen und ihre Nachrichten akkurat zu \u00fcberbringen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Die Menge lauschte atemlos schweigend, als die jungen M\u00e4nner ihren Eid ablegten, die verantwortungsvolle Aufgabe nach besten Kr\u00e4ften zu erf\u00fcllen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Danach rauchten sie die Pfeife. Der Jagdf\u00fchrer nahm die heilige Pfeife und stopfte sie mit Tabak. Er bot die Pfeife der Erde an, dann dem Himmel, um den Segen des gro\u00dfen Geistes anzurufen. Dann reichte er die Pfeife weiter an <i>Crazy Walking.<\/i> Anschlie\u00dfend tat jeder der jungen Scouts einige Z\u00fcge.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Pl\u00f6tzlich erhoben sich alle Zuschauer jauchzend und gratulierten den Scouts. Nachdem die Feierlichkeiten vorbei waren, konnte das Jagdvergn\u00fcgen beginnen.<\/p>\n<p>Hunderte berittener Krieger eskortierten die Scouts einige Meilen weit \u2013 ein fr\u00f6hlicher, schreiender, \u00fcberschw\u00e4nglicher Trupp von aufgeregten J\u00e4gern. Sie lachten, sangen und galoppierten auf ihren Pferden umher.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Pl\u00f6tzlich ert\u00f6nte ein Schrei, der von den Reitern erwidert wurde. Die Eskorte rief den Sp\u00e4hern zum Abschied zu und galoppierte zur\u00fcck ins Lager.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen zogen die Leute in geordneter Formation weiter westw\u00e4rts. Hundert M\u00e4nner waren als Soldaten ausgew\u00e4hlt worden, um Ordnung zu halten, einschlie\u00dflich <i>Harry McLaughlin.<\/i> Mit einer schwarzen Gesichtsbemalung, die ihnen Autorit\u00e4t verlieh, setzten sie strenge Regeln f\u00fcr die B\u00fcffeljagd durch. Sie hielten die ungeduldigen jungen J\u00e4ger auf schnellen Pferden, die als Erste bei den B\u00fcffeln sein wollten, streng in Schach.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Weitere 12 M\u00e4nner ritten an der Spitze der Kolonne und gaben das Tempo vor. Sie ritten langsam und mit Bedacht, nicht schneller, als der langsamste alte Mann im Zug gehen konnte. Etwa alle drei Meilen lie\u00dfen sich die Anf\u00fchrer f\u00fcr eine Rast und eine Tabakspfeife nieder. W\u00e4hrend dieser Pausen erz\u00e4hlten M\u00e4nner Geschichten von vergangenen Jagden.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Nach zehn Meilen schlugen die Jagdteilnehmer von den Stammesgruppen der <i>Hunkpapa<\/i> und <i>Blackfeet<\/i> von den <i>Teton-Lakota-Sioux<\/i> und die <i>Yanktonais<\/i> das Lager auf. Der Abend brachte Festlichkeiten, T\u00e4nze und das Erz\u00e4hlen von Geschichten. Im Lager waren gro\u00dfe Redner und Krieger, die Geschichten von Mut und Geschicklichkeit zum Besten gaben: <i>Gall,<\/i> ein gro\u00dfer Redner und Anf\u00fchrer, mitverantwortlich f\u00fcr den gro\u00dfen Sieg am <i>Little Bighorn<\/i> 1876, <i>Running Antelope, Red Horse, John Grass, Crow King, Rain in the Face, Spotted Horn Bull, Long Soldier<\/i> and <i>Shave Head<\/i>.<\/p>\n<p><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Der Marsch dauerte vier weitere Tage, w\u00e4hrend der die Anf\u00fchrer st\u00e4ndig die H\u00fcgel im Westen nach Signalen von den Scouts absuchten. Schlie\u00dflich erreichten wir das Tal des <i>Hiddenwood Creek,<\/i> die beste B\u00fcffelweide auf dem Kontinent. Am Morgen des vierten Marschtages blitzte pl\u00f6tzlich ein kleiner Lichtblitz am fernen Horizont auf. Jeder Scout f\u00fchrte einen kleinen runden Spiegel mit sich. Kein Pferd war zu sehen, aber selbst auf diese Distanz konnten die Anf\u00fchrer die Nachricht der Lichtblitze von den Spiegeln lesen: \u2039Eine gro\u00dfe B\u00fcffelherde grast in Sichtweite der Scouts.\u203a<\/p>\n<p>Die Vorausabteilung stoppte und erwiderte das Signal. Mit ged\u00e4mpften Stimmen wurde die Botschaft durch die lange Reihe der Marschierenden nach hinten weitergegeben. Ihre Gesichter begannen vor gro\u00dfer Freude und Aufregung zu leuchten.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Da, ein weiterer Lichtblitz. Kurz darauf zeichneten sich Scouts und Pferde vor dem hellen Hintergrund des Himmels ab.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Der Jagdzug schlug das Lager f\u00fcr die kommende Nacht am <i>Hiddenwood Creek<\/i> in Schussweite der B\u00fcffelherde auf. Alle waren vor lauter Vorfreude angespannt, nur ged\u00e4mpfte Stimmen waren zu vernehmen, kein ausgelassenes Verhalten und \u00fcberschw\u00e4ngliches Lachen. Sogar Kleinkinder in indianischen Familien wussten, wann sie still zu sein hatten. Mit einer Hand \u00fcber dem Mund lernten schon Babies, nicht zu schreien. Die grasenden B\u00fcffel durften nicht vorzeitig alarmiert werden.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen war das Zeltlager der Schauplatz gro\u00dfer Aufregung und Aktivit\u00e4t. Die J\u00e4ger sch\u00e4rften ihre Messer nach altem Brauch am Tag der Jagd noch einmal. Ein halbes Dutzend Schleifsteine war aufgestellt worden, und Dutzende M\u00e4nner sa\u00dfen um jeden herum und warteten, bis sie an der Reihe waren. W\u00e4hrend die M\u00e4nner ihre Messer sch\u00e4rften, verk\u00fcndete <i>Shave Head,<\/i> ein Mann von der Indianerpolizei, dass \u2039der Vater\u203a \u2013 <i>McLaughlin<\/i> \u2013 ein lebendes B\u00fcffelkalb wolle.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>An diesem Tag waren die J\u00e4ger keine Agenturindianer, gekleidet in Stoffhemden und Wollhosen. Jeder Mann trug einfach einen Lendenschurz. Einige hatten bunte Taschent\u00fccher um den Kopf gebunden. Ihre Gesichter leuchteten von roter und gelber Farbe mit schwarzen Streifen darin. Auch die Pferde waren bemalt und mit Federn geschm\u00fcckt.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>600 J\u00e4ger ritten in zwei Kolonnen los, angef\u00fchrt von <i>Running Antelope<\/i> und <i>Red Horse. Hunkpapas<\/i> und <i>Blackfeet-Lakota<\/i> ritten nach Westen entlang des <i>Hidenwood Creek.<\/i> Die <i>Yanktonais<\/i> zogen nach Norden, um sich der Herde von Nordosten zu n\u00e4hern.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Die M\u00e4nner ritten schweigend, aber in gespannter Erwartung, und nutzten Senken und Schluchten als Deckung, um die B\u00fcffel nicht vorzeitig zu warnen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><b>Die Jagd beginnt.<\/b><\/p>\n<p>Auf einer Anh\u00f6he angekommen, gestikulierten und fl\u00fcsterten <i>Running Antelope<\/i> und die anderen, ihr weiteres Vorgehen planend, w\u00e4hrend sie auf den Jagdzug warteten.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Alle erschraken, als sie heraufkamen und urpl\u00f6tzlich das weite Tal, voll mit B\u00fcffeln, unter sich liegen sahen. Schweigend, aber fieberhaft verteilten sie sich entlang der Flanken. Das waren Menschen, denen die B\u00fcffeljagd im Blut lag. Seit ihrer Kindheit hatten sie Geschichten \u00fcber Mut bei der Jagd gelauscht, \u00fcber Taten von Kraft und Ausdauer gegen starke Bullen, \u00fcber B\u00fcffel-Mystik und B\u00fcffel-Legenden. Sie lebten in Zelten aus B\u00fcffelh\u00e4uten, schliefen unter warmen und weichen B\u00fcffelroben, schritten durch Kakteenfelder in z\u00e4hen B\u00fcffelhautmokassins und genossen getrocknetes B\u00fcffelfleisch und Pemmikan.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Schon zu lange mussten sie von fadem Rindfleisch leben, das als Rationen von der Fort-Yates-Agentur an die Indianer ausgegeben wurde. \u201aEs macht niemals richtig satt!\u2018 beschwerten sich die \u00c4lteren. Es gel\u00fcstete sie nach dem besonderen Geschmack von frischem B\u00fcffelfleisch und dem Nervenkitzel der B\u00fcffeljagd. Auch die Pferde sp\u00fcrten die Erregung, sie hoben die K\u00f6pfe, schnaubten, t\u00e4nzelten und b\u00e4umten sich auf.\u201c<\/p>\n<p><i>Crow\u2019s Ghost<\/i> galoppierte zur\u00fcck, dahin wo <i>McLaughlin<\/i> wartete, hob die Hand an den Mund und fl\u00fcstert ihm zu: \u201eWarte hier. Lass die Ersten losreiten. Komm ihnen nicht in die Quere!\u201c<\/p>\n<p>Dann preschte er los und schloss sich wieder den Jagdf\u00fchrern an.<\/p>\n<p>Neben <i>McLaughlin<\/i> ritt <i>John Eagle Man,<\/i> ein Indianerpolizist aus der Agentur. Er trug heute ebenfalls nur einen Lendenschurz und ein rotes Taschentuch als Stirnband. Seine Uniform hatte er abgelegt.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>\u201eEs gibt genug B\u00fcffel f\u00fcr uns alle,\u201c raunte <i>Eagle Man<\/i> mit ged\u00e4mpfter Stimme. Er war hei\u00df darauf, endlich mit der Jagd zu beginnen, blieb aber weiter an der Seite von <i>McLaughlin.<\/i><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><i>\u201eRunning Antelope<\/i> blickte zur\u00fcck auf die J\u00e4ger hinter ihm, die aufgereiht gerade unterhalb des Kammes der Klippe auf sein Kommando warteten, mit der Jagd zu beginnen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>In diesem Moment riss er seinen Arm hoch und streckte ihn mit eindringlicher Geste vorw\u00e4rts.<\/p>\n<p>Das war das Kommando! Die Jagd begann. Die J\u00e4ger galoppierten mit H\u00f6chstgeschwindigkeit hinunter und griffen die B\u00fcffelherde von den H\u00fcgeln herunter auf beiden Seiten des <i>Hiddenwood Creek<\/i> an.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-510\" src=\"https:\/\/viktorjuliussternbooks.de\/viktorjuliussternbooks.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Russell_Buffalo_Hunt-300x160.jpg\" alt=\"\" width=\"531\" height=\"283\" srcset=\"https:\/\/viktorjuliussternbooks.de\/viktorjuliussternbooks.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Russell_Buffalo_Hunt-150x80.jpg 150w, https:\/\/viktorjuliussternbooks.de\/viktorjuliussternbooks.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Russell_Buffalo_Hunt-300x160.jpg 300w, https:\/\/viktorjuliussternbooks.de\/viktorjuliussternbooks.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Russell_Buffalo_Hunt-768x409.jpg 768w, https:\/\/viktorjuliussternbooks.de\/viktorjuliussternbooks.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Russell_Buffalo_Hunt-1024x546.jpg 1024w, https:\/\/viktorjuliussternbooks.de\/viktorjuliussternbooks.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Russell_Buffalo_Hunt-1536x819.jpg 1536w, https:\/\/viktorjuliussternbooks.de\/viktorjuliussternbooks.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Russell_Buffalo_Hunt.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 531px) 100vw, 531px\" \/><\/p>\n<p>B\u00fcchsen krachten und B\u00fcffel fielen. Einige begannen davonzurennen. Die Reiter auf den schnellsten Pferden galoppierten voraus, schlossen dicht zu den Leittieren auf und erlegten sie mit ein oder zwei Kugeln. In Panik warfen sich B\u00fcffel herum und attackierten die Angreifer mit w\u00fctenden St\u00f6\u00dfen und Schl\u00e4gen ihrer massiven K\u00f6pfe und H\u00f6rner. Sie grunzten, br\u00fcllten und richteten ihre kurzen, stummeligen Schw\u00e4nze auf. Jeder J\u00e4ger ritt dicht an die Seite seines B\u00fcffels heran und schoss ihn in das Herz oder die Lungen. Gew\u00f6hnlich fiel das Tier nach dem ersten Schuss. Keine Kugeln wurden vergeudet. Der J\u00e4ger \u00fcberzeugte sich , dass das Tier tot war, und galoppierte weiter f\u00fcr den n\u00e4chsten Schuss. Auf weiter entfernten H\u00fcgeln blickten B\u00fcffel nur kurz auf und grasten dann weiter.<\/p>\n<p>Die meisten M\u00e4nner ben\u00fctzten Repetiergewehre, die schnell nachgeladen werden konnten. Doch nicht alle konnten sich Gewehre leisten. Einige \u00e4ltere M\u00e4nner und Jungen jagten daher mit Pfeil und Bogen. Einige hatten keine Gewehre, weil der Agent <i>McLaughlin<\/i> ihnen nicht traute und Gewehre nicht erlaubte. Viele von ihnen hatten sechs Jahre zuvor gegen <i>General Custer<\/i> in der Schlacht am <i>Little Bighorn<\/i> gek\u00e4mpft.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Die gesch\u00e4tzten 50.000 B\u00fcffel in diesem Teil der Standing Rock Reservation teilten sich in weit verstreute kleinere Herden auf.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Die J\u00e4ger ritten ihre besten Pferde, schnelle Renner. Erfahrene \u201aB\u00fcffel-Pferde\u2018, wenn sie welche bekommen konnten. M\u00e4nner mit j\u00fcngeren, schnellen, aber unerfahrenen Pferden f\u00fcrchteten, dass diese dicht neben diesen fremden, streng riechenden Biestern, auf die sie noch nie getroffen waren, versagen w\u00fcrden.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich konnte man von Beginn der Jagd an im ganzen Tal st\u00fcrzende, sich aufb\u00e4umende Pferde sehen, deren Reiter k\u00e4mpften, um wieder die Kontrolle zu erlangen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Ein Mann starb an einem Herzinfarkt. Freunde fanden ihn zusammengekauert hinter einem Felsen, das Gewehr an den Felsen gelehnt, den Hahn gespannt, seinen Finger am Abzug, kurz vor dem Schuss, das Pferd mit h\u00e4ngendem Z\u00fcgel in der N\u00e4he grasend.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Ein anderer war mit seinem Pferd gest\u00fcrzt und lag ohnm\u00e4chtig am Boden. Ein J\u00e4ger hatte drei Finger verloren, als sein Gewehr explodiert war. Ein anderer war von einem w\u00fctenden B\u00fcffel angegriffen worden. Der Bauch seines Pferdes war von einem B\u00fcffelhorn aufgeschlitzt worden, so dass die Eingeweide heraushingen. Ein Bein des Mannes war ebenfalls aufgeschlitzt und blutete vom Kn\u00f6chel bis zum Knie.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><i>McLaughlin<\/i> und die Indianerpolizei in seiner Begleitung hielten, um f\u00fcr die Verwundeten zu sorgen, verbanden ihre Wunden, stoppten die Blutung und brachten sie irgendwo in den Schatten. Keiner von diesen M\u00e4nnern wurde von Verwandten oder Freunden unterst\u00fctzt, wie es sonst der Fall war. Im Jagdfieber waren die J\u00e4ger an den Verwundeten vorbeigaloppiert, ohne Notiz von ihnen zu nehmen. Einige lagen stundenlang blutend in der prallen Sonne.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><i>Mclaughlin<\/i> selbst schoss an diesem Tag f\u00fcnf K\u00fche und h\u00f6rte dann auf, da er f\u00fcr mehr Fleisch keine Verwendung hatte.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Es war ein langer und erfolgreicher Tag ohne Pause. Die J\u00e4ger machten weiter, bis sie ihre Pferde verloren hatten oder selbst ersch\u00f6pft waren. Eine Z\u00e4hlung ergab schlie\u00dflich 2.000 erlegte B\u00fcffel.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Die Frauen versorgten die M\u00e4nner, die erst lange nach Einbruch der Dunkelheit ins Lager kamen, mit Essen. Die J\u00e4ger waren zu m\u00fcde f\u00fcr Festlichkeiten oder Geschichtenerz\u00e4hlen.\u201c<\/p>\n<p>Fr\u00fch am n\u00e4chsten Morgen brachen die Frauen das Lager ab und zogen den <i>Hiddenwood Creek<\/i> aufw\u00e4rts n\u00e4her zu den erlegten Tieren.<\/p>\n<p><i>McLaughlin<\/i> schlief lange. Als er die Zeltklappe schlie\u00dflich \u00f6ffnete, sah er zu seiner \u00dcberraschung, dass das ganze Lager weg war. Die Menschen und ihre Zelte waren verschwunden.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Noch mehr erstaunte ihn jedoch, was sie zur\u00fcckgelassen hatten. Sein Zelt stand alleine da. Aber drum herum, an Stangen festgebunden, warteten 22 B\u00fcffelk\u00e4lber.<\/p>\n<p>\u201eDie Antwort der Indianer auf mein Verlangen nach einem Kalb.\u201c<\/p>\n<p>\u201eAm zweiten Tag schlachteten die Indianer die Tiere und k\u00fcmmerten sich um das Fleisch. Alle wussten, was zu tun war. Die Freude an der gemeinsamen Arbeit ergriff sie enthusiastisch. Lachen und Rufe erklangen her\u00fcber und hin\u00fcber. Die M\u00e4nner h\u00e4uteten die Tiere ab, viertelten sie und schleppten das Fleisch ins neue Lager am <i>Hiddenwood<\/i> mit Hilfe von Travois, Packpferden und Wagen. Die Frauen schnitten gro\u00dfe Fleischst\u00fccke in d\u00fcnne Scheiben, um sie auf Weidengestellen in der Sonne zu trocknen. Die B\u00fcffelh\u00e4ute breiteten sie zum Trocknen auf der Erde aus. Da es sich um Sommerh\u00e4ute handelte, w\u00fcrden sie die Haare entfernen und das Leder f\u00fcr Tipis, Mokassins und anderes gerben.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Am Abend gab es ein Fest, und jeder a\u00df, so viel er konnte. Es war ein fr\u00f6hliches Fest, wie es eines seit vielen Jahren in <i>Standing Rock<\/i> nicht mehr gegeben hatte. M\u00e4chtige J\u00e4ger a\u00dfen mit m\u00e4chtigem Appetit. Sie tanzten. Sie sangen. Bekannte Redner und H\u00e4uptlinge erz\u00e4hlten Geschichten von Mut, Gl\u00fcck und Trag\u00f6dien auf der Jagd und im Kampf. In dieser Nacht nach der gro\u00dfen B\u00fcffeljagd von 1882 waren auf diesem Fest <i>Hunkpapas, Blackfeet-Lakota, Yanktonais<\/i> und \u201eWei\u00dfe\u201c Freunde.<\/p>\n<p>Am dritten Tag gingen die J\u00e4ger wieder auf B\u00fcffeljagd. Die Herde hatte sich nur einige Meilen weiter westw\u00e4rts bewegt. An diesem Tag erlegten sie 3.000 Tiere, so dass sie an zwei Jagdtagen insgesamt 5.000 B\u00fcffel erlegt hatten. Danach stoppten sie die Jagd und beendeten das Schlachten und Trocknen von Fleisch und H\u00e4uten.\u201c<\/p>\n<p><b>Sitting Bulls Jagd.<\/b><\/p>\n<p>Die Jahre nach 1876 waren traumatisch und schmerzhaft f\u00fcr die Sioux in der <i>Standing Rock Reservation.<\/i> Viele hatten in der siegreichen <i>Schlacht am Little Bighorn<\/i> am 25. Juni 1876 gek\u00e4mpft zusammen mit ihren Verb\u00fcndeten, den <i>Northern Cheyenne.<\/i> Aber die B\u00fcffelherden waren weiter nach Westen gezogen. Der Tag der Schlacht wurde zur Trag\u00f6die f\u00fcr beide Seiten: Sie brachte den Tod f\u00fcr <i>General George A. Custer<\/i> und 261 M\u00e4nner der 7. Kavallerie und einen kurzlebigen Sieg und schwere Repressalien f\u00fcr die Eingeborenen, die sich endg\u00fcltig in Reservate begeben mussten.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Sie zahlten einen hohen Preis f\u00fcr ihren Sieg bei <i>Custer\u2019s Last Stand.<\/i> Noch im gleichen Jahr mussten sie die <i>Black Hills<\/i> \u2013 das Zentrum des Universums der Lakota-Sioux \u2013 und einen Landstreifen entlang der Westgrenze der <i>Great Sioux Reservation<\/i> an die Vereinigten Staaten abtreten. Die Krieger mussten ihre Gewehre samt Munition und ihre Pferde an die Armee ausliefern. Sie waren nun angewiesen auf die Essensrationen, die die US-Regierung an sie ausgab.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Nachdem Sitting Bull 1881 mit seinen letzten Anh\u00e4ngern aus dem kanadischen Exil ins Reservat am Missouri zur\u00fcckgekehrt war, lebten in der Fort-Yates-Agentur 6.000 <i>Dakotas<\/i> und <i>Lakotas (Hunkpapas, Yanktonais, Blackfeet-Teton-Lakotas, Minniconjous, Sans Arcs, Oglalas, Brules<\/i> und einige andere kleinere Sioux-Gruppen).<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Diese einst unabh\u00e4ngigen Menschen hatten nun unter einer Politik zu leiden, die sie mit aller Macht zwingen wollte, ihre Kultur und ihre Traditionen zu vergessen. Auf Befehl der US-Regierung zwangen die Indianeragenten die Sioux, Blockh\u00e4user zu bauen, Felder zu bestellen und ihre Religion und kulturellen Werte, Sprache und Lebensart durch diejenigen der Wei\u00dfen zu ersetzen. Kinder wurden zwangsweise in Internate im ganzen Land verschickt, wo sie \u201eentindianisiert\u201c werden sollten. Bisher unbekannte t\u00f6dliche Krankheiten forderten ihren Tribut. Die Essensrationen waren oft zu knapp. Unehrliche Agenten verkauften auf eigene Rechnung Versorgungsg\u00fcter, die eigentlich f\u00fcr die Indianer bestimmt waren.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Ihre gro\u00dfen Pferdeherden und ihre Gewehre waren Vergangenheit. Wenn sie auf Jagd gehen wollten, brauchten sie die Genehmigung des Agenten. Wenn sie ohne Jagdlizenz erwischt wurden, drohten harte Strafen wie Gef\u00e4ngnis, Konfiskation des Pferdes oder K\u00fcrzung der Essensrationen f\u00fcr die Familie.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Menschen, die es gew\u00f6hnt waren, f\u00fcr sich selbst zu sorgen, waren nun abh\u00e4ngig von der Regierung. Sie konnten nicht mehr f\u00fcr ihre Familien sorgen oder frei reisen, nicht mal innerhalb des Reservates.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Bundesgesetze verboten es Nicht-Indianern, im Reservat auf B\u00fcffeljagd zu gehen. Trotzdem machten zahlreiche professionelle B\u00fcffelhautj\u00e4ger auf Reservatsland illegal Jagd auf die letzten B\u00fcffel. Im Herbst 1882 stie\u00df H\u00e4uptling <i>Galls<\/i> Gruppe zusammen mit den Leuten von <i>Crow King<\/i> auf ein Lager illegaler wei\u00dfer J\u00e4ger. Sie z\u00e4hlten 1.000 B\u00fcffelh\u00e4ute, die zum Trocknen auf der Erde ausgebreitet waren, und eine ganze Wagenladung getrockneter Biberpelze.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Weil sie der US-Regierung und der Armee nicht trauten, versteckten die Indianer so viele Gewehre mit Munition als m\u00f6glich unter dem Boden ihrer Blockh\u00fctten. Es war verboten, Gewehre an Indianer zu verkaufen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Im Sommer 1882 verlie\u00dfen einige B\u00fcffelherden das Gebiet der <i>Great Sioux Reservation,<\/i> trotz der Anstrengungen der Lakota, sie zur\u00fcckzuhalten, indem sie das Gras entlang der Reservatsgrenzen anz\u00fcndeten. Von Zeit zu Zeit entkamen dennoch kleinere Herden, die sofort wei\u00dfen J\u00e4gern zum Opfer fielen. Eine gro\u00dfe Herde wanderte \u00fcber die Nordgrenze des Sioux-Reservates und st\u00fcrmte das Tal des Cannonball River aufw\u00e4rts mit Scharen von J\u00e4gern in hei\u00dfer Verfolgung. Die B\u00fcffel \u00fcberquerten noch den Little-Missouri-River und den Yellowstone-River, bevor sie von wei\u00dfen J\u00e4gern vollst\u00e4ndig vernichtet wurden. Es war die Politik der US-Regierung, den Bison auszurotten, um so die Pr\u00e4rieindianer endg\u00fcltig zu unterwerfen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Trotzdem konnten die Sioux noch den ganzen Sommer 1883 \u00fcber im Reservat auf B\u00fcffeljagd gehen. Eine gro\u00dfe Herde von 10.000 Tieren graste im Herbst noch auf oder nahe dem Reservat, verfolgt von wei\u00dfen und roten J\u00e4gern.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Am 15. September 1883 genehmigte Agent <i>McLaughlin Sitting Bull<\/i> und seiner Gruppe eine B\u00fcffeljagd und gab sogar Munition an die Krieger aus. Eine Herde von 1.200 Tieren befand sich noch innerhalb des Reservates. Im Oktober 1883 kamen <i>Sitting Bull<\/i> und seine ganze Stammesgruppe mit tausend Kriegern von der <i>Standing Rock Agency<\/i> und erlegten innerhalb von zwei Tagen die ganze Herde. Es war die letzte gro\u00dfe B\u00fcffeljagd der Sioux. Die Jagdsaison 1883 beendete endg\u00fcltig die Existenz der gro\u00dfen n\u00f6rdlichen B\u00fcffelherde.<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\"><b>An der Schwelle zur vollst\u00e4ndigen Vernichtung.<\/b><\/span><\/p>\n<p>1889 ver\u00f6ffentlichte <i>William Hornaday<\/i> in seinem Buch \u201eThe Extermination of the American Bison\u201c folgende Zahlen f\u00fcr die letzten B\u00fcffel im Westen:<\/p>\n<p><b>Wild und ungesch\u00fctzt<\/b><\/p>\n<p>Texas Panhandle 25,\u00a0Colorado 20,\u00a0Wyoming 26,\u00a0Montana 10, Dakota(western) 4,<\/p>\n<p>Canada (gesch\u00e4tzt) 550,\u00a0Yellowstone Park 200,<\/p>\n<p><b>In Gefangenschaft\u00a0<\/b>\u00a0256,\u00a0<b>Total \u00a01091 B\u00fcffel<\/b><\/p>\n<p>1895 wurden von dem kanadischen Historiker und Schriftsteller, <i>Ernest Thompson Seton,<\/i> noch gerade mal 800 B\u00fcffel im Westen gez\u00e4hlt. Im Sommer 1912 ergab eine Z\u00e4hlung im Yellowstone-Nationalpark noch 49 B\u00fcffel von ehemals 200. Der gr\u00f6\u00dfte Teil war von Wilderern abgeschossen worden.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\"><b>Die Rettung einer Tierart.<\/b><\/span><\/p>\n<p>Der B\u00fcffel wurde letztlich gerettet, weil eine Handvoll M\u00e4nner und Frauen in den 1880er und 1890er einige wilde B\u00fcffelk\u00e4lber fingen und in Gefangenschaft aufzogen. Zu den Rettern geh\u00f6rten Indianer und Wei\u00dfe.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Am 1. M\u00e4rz <b>1872<\/b> wurde der Yellowstone-Nationalpark gegr\u00fcndet. Er ist der \u00e4lteste Nationalpark der Welt. Auf rund 9.000 km<sup>2<\/sup> in Wyoming, Montana und Idaho wurde er Ende des 19. Jh. zum R\u00fcckzugsgebiet f\u00fcr einige der letzten wilden Bisons im amerikanischen Westen. Heute weiden ca. 5.000 Bisons im Park.<\/p>\n<p><b>1905<\/b> wurde mit Unterst\u00fctzung von Pr\u00e4sident <i>Theodore Roosevelt<\/i> die <i>American Bison Society<\/i> gegr\u00fcndet, um den Bison vor dem Aussterben zu bewahren und die \u00d6ffentlichkeit f\u00fcr die Art zu sensibilisieren. Die ABS machte sich sofort an die Arbeit, um mit Hilfe des Kongresses eingez\u00e4unte B\u00fcffelschutzgebiete auf Bundesland einzurichten und mit gespendeten und gekauften Tieren zu best\u00fccken.<\/p>\n<p>So erhielt der <i>Wind Cave National Park<\/i> in den <i>Black Hills<\/i> von S\u00fcd-Dakota 14 B\u00fcffel per Eisenbahn von der \u201eNew York Zoological Society\u201c zusammen mit sechs weiteren aus dem Yellowstone-NP, die inzwischen auf eine Herde von 350 reinrassigen B\u00fcffeln angewachsen sind. Im <i>Custer State Park<\/i> in den <i>Black Hills,<\/i> dem ersten State Park in S\u00fcd-Dakota, weiden heute auf 71.000 Morgen Land 1.400 Bisons.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><b>1908<\/b> gr\u00fcndete <i>Theodore Roosevelt<\/i> die <i>National Bison Range<\/i> in der <i>Flathead Indian Reservation<\/i> in Montana als dauerhafte Heimat f\u00fcr eine B\u00fcffelherde, die heute 250-300 Tiere umfasst.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><b>1936<\/b> wurde am oberen Missouri in Montana das <i>Charles M. Russell National Wildlife Refuge<\/i> gegr\u00fcndet, das mit \u00fcber 3.706 km<sup>2<\/sup> das zweitgr\u00f6\u00dfte nationale Wildschutzgebiet in den USA s\u00fcdlich von Kanada ist und die Heimat zahlreicher Wildtierarten. Bem\u00fchungen im <i>Wildlife Refuge<\/i> auch frei umherwandernde B\u00fcffel anzusiedeln, sind jedoch bisher am erbitterten Widerstand der Viehz\u00fcchter in Montana gescheitert.<\/p>\n<p><b>1978<\/b> wurde in den <i>Bad Lands<\/i> am Little Missouri in Nord-Dakota der <i>Theodore-Roosevelt-Nationalpark<\/i> gegr\u00fcndet und auf den zwei Hauptteilen des 285 km<sup>2<\/sup> gro\u00dfen Parks B\u00fcffel angesiedelt. Im S\u00fcdteil grasen heute 200-400 Tiere und im Nordteil 100-300.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><b>2004<\/b> nahm eine Vision gestalt an. Umweltsch\u00fctzer kauften oder pachteten Land f\u00fcr ein B\u00fcffelschutzgebiet in Montana \u2013 das <i>American Prairie Reserve (APR).<\/i> Alles begann im Oktober 2005 mit 16 Bisons auf einem Weidegebiet von 32.000 Morgen Land n\u00f6rdlich des <i>Charles M. Russell National Wildlife Refuge.<\/i> Langfristiges Ziel ist die Wiederherstellung und Bewahrung eines funktionierenden, nat\u00fcrlichen Pr\u00e4rie-\u00d6kosystems auf drei Millionen Morgen gekauftem und gepachtetem Land mit Wanderungskorridoren f\u00fcr Wildtiere und einem Tierbestand, der alle Tierarten umfasst, die einst in der Pr\u00e4rie heimisch waren. Inzwischen umfasst das Wildschutzgebiet 419.625 Morgen Land, auf dem neben zahlreichen anderen Wildtieren auch 810 B\u00fcffel in drei Herden grasen. Angestrebt wird eine B\u00fcffelherde von 10.000 Tieren in einigen Jahren.<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\"><b>Die R\u00fcckkehr des B\u00fcffels auf Sioux-Land<\/b><\/span><\/p>\n<p><b>Standing Rock Sioux Reservation<\/b><\/p>\n<p>Die <i>Standing Rock Sioux Reservation<\/i> in Nord- und S\u00fcd-Dakota erhielt 1955 die erste stammeseigene Herde als Geschenk vom <i>Theodore Roosevelt National Park<\/i> \u2013 einen Bullen und vier K\u00fche. Weitere B\u00fcffel kamen als Geschenk vom <i>Wind Cave National Park<\/i> und den <i>Bad Lands National Parks <\/i>in S\u00fcd-Dakota oder wurden im Laufe der Zeit mit Geldern aus der Stammeskasse dazugekauft. Heute z\u00e4hlen die beiden Stammesherden ca. 350 Tiere.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><b>Cheyenne River Sioux Reservation<\/b><\/p>\n<p>1991 nahmen die Cheyenne River Sioux mit einem B\u00fcffelprogramm den Aufbau einer stammeseigenen gro\u00dfen B\u00fcffelherde in Angriff, als Schwerpunkt eines sozio\u00f6konomischen Entwicklungsprogramms im Reservat. Damit soll auch der souver\u00e4ne Status des Lakota-Sioux-Volkes gest\u00e4rkt werden. Die Weltanschauung der Lakota verlangt, dass die sozio\u00f6konomische Entwicklung mit kulturellen Traditionen harmoniert. Dazu geh\u00f6rt auch der gro\u00dfe Respekt vor dem B\u00fcffel.<\/p>\n<p>Die B\u00fcffelherde der Cheyenne River Sioux ist mittlerweile von 85 Tieren auf 2.000 angewachsen. Angestrebt wird eine Herde von 5.000 Tieren. Die Wiederansiedlung von B\u00fcffeln ist das zentrale Element eines gesunden Pr\u00e4rie\u00f6kosystems und auch der Stammes\u00f6konomie.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-512\" src=\"https:\/\/viktorjuliussternbooks.de\/viktorjuliussternbooks.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/South-Dakota-WEB-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"530\" height=\"397\" srcset=\"https:\/\/viktorjuliussternbooks.de\/viktorjuliussternbooks.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/South-Dakota-WEB-150x113.jpg 150w, https:\/\/viktorjuliussternbooks.de\/viktorjuliussternbooks.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/South-Dakota-WEB-300x225.jpg 300w, https:\/\/viktorjuliussternbooks.de\/viktorjuliussternbooks.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/South-Dakota-WEB-768x576.jpg 768w, https:\/\/viktorjuliussternbooks.de\/viktorjuliussternbooks.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/South-Dakota-WEB-853x640.jpg 853w, https:\/\/viktorjuliussternbooks.de\/viktorjuliussternbooks.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/South-Dakota-WEB-1024x769.jpg 1024w, https:\/\/viktorjuliussternbooks.de\/viktorjuliussternbooks.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/South-Dakota-WEB-1536x1153.jpg 1536w, https:\/\/viktorjuliussternbooks.de\/viktorjuliussternbooks.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/South-Dakota-WEB.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 530px) 100vw, 530px\" \/><\/p>\n<p><b>Pine Ridge Indian Reservation<\/b><\/p>\n<p>An die 1.100 B\u00fcffel grasen auf f\u00fcnf Weiden im Reservat. Im D\u00fcrrejahr 2012 mussten die Oglala Heu f\u00fcr 45,\u2013 $ je Tonne in Nord-Dakota dazukaufen, da die Tiere auf den ausgetrockneten Weiden nicht mehr gen\u00fcgend Futter fanden.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><b>Rosebud Indian Reservation<\/b><\/p>\n<p>Eine Herde von 300 Bison im Besitz des Stammes steht gegenw\u00e4rtig auf der 28.000 Morgen gro\u00dfen Weide im Reservat. In f\u00fcnf Jahren sollen es 1.500 Tiere sein.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><b>Intertribal Buffalo Council<\/b><\/p>\n<p>Sie ist die Organisation der Indianer in den USA, die den St\u00e4mmen dabei hilft, eigene B\u00fcffelherden aufzubauen und f\u00fcr sie zu sorgen. Mehr als 60 St\u00e4mme sind heute Mitglied des <i>Intertribal Buffalo Council.<\/i> \u00dcber 15.000 B\u00fcffel leben heute in stammeseigenen Herden in den USA.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><b>Lower Brul\u00e9 Indian Reservation<\/b><\/p>\n<p>Der <i>Lower Brul\u00e9 Sioux Tribe<\/i> besitzt auf drei Bisonweiden im zentralen S\u00fcd-Dakota am Westufer des Missouri mit insgesamt 6.200 Morgen Land eine Herde von 300 B\u00fcffeln, die sich das Grasland mit Gabelb\u00f6cken, Maultierhirschen, Wei\u00dfwedelhirschen und zahlreichen Wildvogelarten teilen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><b>Crow Creek Indian Reservation<\/b><\/p>\n<p>Das 1.092 km<sup>2<\/sup> gro\u00dfe Reservat auf der Ostseite des Missouri gegen\u00fcber der <i>Lower Brul\u00e9 Indian Reservation <\/i>wird von 2.225 Nakota- und Dakota-Sioux bewohnt. Die meisten Bewohner kamen nach dem gro\u00dfen Sioux-Aufstand 1862 aus Minnesota hierher. Urspr\u00fcnglich wurde das Gebiet des heutigen Reservates von den Ackerbau treibenden Mandan- und Arikara-Indianern bewohnt, ehe wiederkehrende Pocken- und Cholera-Epidemien in der ersten H\u00e4lfte des 19. Jh. diese Bewohner an den Rand der vollst\u00e4ndigen Vernichtung brachten. Arch\u00e4ologische Fundst\u00e4tten legen noch heute Zeugnis von den urspr\u00fcnglichen Bewohnern ab. Der <i>Crow Creek Sioux Tribe<\/i> besitzt eine kleine B\u00fcffelherde, die oft auf dem Weideland n\u00f6rdlich von Fort Thompson (Sitz der Stammesverwaltung) zu sehen ist.<\/p>\n<p><b>Lake Traverse Indian Reservation<\/b><\/p>\n<p>\u201eWir haben viele kulturelle Verbindungen zum B\u00fcffel,\u201c meint <i>Alvah Quinn<\/i> vom Stamm der Sisseton-Wahpeton-Dakota im Nordosten S\u00fcd-Dakotas. Ihr Stamm ging das letzte Mal 1879 auf B\u00fcffeljagd. Dann, im September 1992 kamen die ersten B\u00fcffel ins Reservat. Heute grasen hier wieder 360 B\u00fcffel nach 112 Jahren Abwesenheit.<\/p>\n<p><b>Yankton Indian Reservation<\/b><\/p>\n<p>Der Yankton Sioux Tribe hat etwa 12.000 eingetragene Stammesmitglieder und besitzt eine B\u00fcffelherde von ca. 70 Tieren, die auf Weideland nahe dem Missouri River grasen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><b>Flandreau Indian Reservation<\/b><\/p>\n<p>Der <i>Flandreau Santee Sioux Tribe<\/i> am Sioux River im Osten S\u00fcd-Dakotas begann den Aufbau seiner Bisonherde 1990 mit einem Dutzend K\u00fchen und einem Bullenkalb aus dem <i>Custer State Park<\/i> in den <i>Black Hills.<\/i> Zwanzig Jahre sp\u00e4ter war die Herde auf 250 Tiere angewachsen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><b>Spirit Lake (Dakota-Sioux) Indian Reservation<\/b><\/p>\n<p>Die <i>Spirit Lake Reservation<\/i> in Nord-Dakota wurde 1867 durch einen Vertrag zwischen Sisseton-Wahpeton-Gruppen (Santee-Dakota) und der US-Regierung gegr\u00fcndet. Heute hat die Spirit-Lake-Nation 8.000 eingetragene Stammesmitglieder, von denen 5.500 im Reservat leben. 1987 hat die Spirit-Lake-Nation mit dem Aufbau einer eigenen B\u00fcffelherde begonnen. Heute weiden 100 Tiere auf 1.235 Morgen Stammesland.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><b>Santee Sioux<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>Indian Reservation<\/b><\/p>\n<p>Die Santee Sioux Reservation am S\u00fcdufer des Missouri in Nebraska wurde 1863 nach dem gro\u00dfen Sioux-Aufstand 1862 in Minnesota gegr\u00fcndet.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Im September 2020 erhielt der <i>Santee Sioux Tribe<\/i> in Nebraska, wie auch einige andere St\u00e4mme, einige B\u00fcffel vom Nordrand des <i>Grand Canyon NP,<\/i> um die Gr\u00f6\u00dfe der Herde auf dem <i>Kaibab Plateau<\/i> zu reduzieren.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><b>Fort Peck (Assiniboine &amp; Sioux Tribes) Indian Reservation<\/b><\/p>\n<p>Nach 1865 verb\u00fcndeten sich westw\u00e4rts gewanderte Gruppen der Dakota und Lakota mit den Assiniboine (Nakoda) und zogen in das Gebiet nahe dem Milk River\/Missouri River in Montana. 1888 wurde das 8.471 km<sup>2<\/sup> gro\u00dfe Reservat durch Kongress-Beschluss gegr\u00fcndet. Von den 13.380 eingetragenen Stammesmitgliedern leben 9.480 im Reservat. Etwa \u2153 geh\u00f6ren zu den Assiniboine.<\/p>\n<p>Im November 2014 erreichten fast 100 wilde Bisons aus dem Yellowstone-Nationalpark das Fort-Peck-Reservat. Zusammen mit 48 Yellowstone-Bisons, die bereits 2012 gekommen waren, teilte sich die Herde nun ein 13.000 Morgen gro\u00dfes Weideareal. Im Dezember 2014 erreichten weitere 138 Bisons das Fort-Peck-Reservat. Im Oktober 2019 kamen weitere 55 Bisons dazu. 2020 hatte die B\u00fcffelherde der Assiniboine &amp; Sioux Tribes eine Gr\u00f6\u00dfe von 375 reinrassigen Tieren.<\/p>\n<p>Heute existieren wieder viele B\u00fcffelherden in Indianerreservaten, Naturschutzgebieten, Nationalparks und auf privatem Ranchland in den Northern Plains. Allein in S\u00fcd-Dakota grasen ca. 40.000 Bisons, in den USA und Kanada zusammen \u00fcber 400.000 Tiere.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0Auf B\u00fcffelpfaden in den Northern Plains. Die letzten B\u00fcffeljagden der Sioux. Auf ihrer verzweifelten Flucht vor wei\u00dfen B\u00fcffelhautj\u00e4gern kam die letzte gro\u00dfe n\u00f6rdliche B\u00fcffelherde \u2013 etwa 100.000 Tiere \u2013 im Herbst 1880 ins s\u00fcd\u00f6stliche Montana nahe Miles City am Zusammenfluss von Tongue und Yellowstone River. Die halbe Herde durchschwamm den Yellowstone River und floh weiter &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/viktorjuliussternbooks.de\/viktorjuliussternbooks.de\/507-2\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201e\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-507","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-viktor-stern"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/viktorjuliussternbooks.de\/viktorjuliussternbooks.de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/507","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/viktorjuliussternbooks.de\/viktorjuliussternbooks.de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/viktorjuliussternbooks.de\/viktorjuliussternbooks.de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/viktorjuliussternbooks.de\/viktorjuliussternbooks.de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/viktorjuliussternbooks.de\/viktorjuliussternbooks.de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=507"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/viktorjuliussternbooks.de\/viktorjuliussternbooks.de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/507\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":513,"href":"https:\/\/viktorjuliussternbooks.de\/viktorjuliussternbooks.de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/507\/revisions\/513"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/viktorjuliussternbooks.de\/viktorjuliussternbooks.de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=507"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/viktorjuliussternbooks.de\/viktorjuliussternbooks.de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=507"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/viktorjuliussternbooks.de\/viktorjuliussternbooks.de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=507"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}